107. PD Dr. Meinald Thielsch und Sarah Meeßen: Vertrauen in digitale Systeme

107. PD Dr. Meinald Thielsch und Sarah Meeßen: Vertrauen in digitale Systeme

In der Forschung zu Websites und anderen interaktiven System finden sich viele Veröffentlichungen zur Usability (Benutzerfreundlichkeit) und visuellen Ästhetik. Ebenfalls eine lange Tradition haben Arbeiten zur Wahrnehmung der Inhaltsqualität, zum Beispiel zu Facetten wie der Verständlichkeit oder Glaubwürdigkeit. Alle diese Aspekte können zu Vertrauen – oder auch Misstrauen – der Anwenderinnen und Anwender führen. In der jüngeren Forschung erweist sich Vertrauen als bedeutende Komponente für User Experience, Akzeptanz und Systemnutzung.

Doch was macht eigentlich Vertrauen in digitale Systeme aus? Welche System- und Informationseigenschaften führen zu Vertrauen oder Misstrauen? Welche praktischen Empfehlungen lassen sich aus den aktuellen Forschungsergebnissen ableiten? Unser Vortrag möchte Antworten auf derartige Fragen und Anregungen zu einer Diskussion bieten. Dabei werden wir ein theoretisches Modell zur Vertrauensbildung in der Nutzung interaktiver Systeme und aktuelle Ergebnisse aus dem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Projekt „Getrost vergessen“ (www.getrost-vergessen.de) vorstellen.

PD Dr. Meinald T. Thielsch ist Diplom-Psychologe und Akademischer Rat am Institut für Psychologie der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Zusätzlich war er als Lehrbeauftragter an den Universitäten Bonn und Fribourg (Schweiz) und an der Fachhochschule Münster tätig. Nebenberuflich engagiert er sich als Redner und wissenschaftlicher Berater (u.a. für die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, Questback GmbH, Team Meuter GmbH), ehrenamtlich im Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Online-Forschung e.V. sowie im Advisory Board des Start-Ups Echometer. Seine Arbeits- und Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen User Experience, angewandte Wirtschaftspsychologie, Forschungs-Praxis-Transfer sowie Evaluation und Online-Forschung. Viele seiner Arbeiten finden sich zum Download auf www.meinald.de.

Kontakt: thielsch@uni-muenster.de | https://twitter.com/MeinaldThielsch

M.Sc. Sarah Meeßen ist Psychologin (B.Sc. und M.Sc.) sowie Doktorandin und wissenschaftliche Mitarbeiterin der Organisations- und Wirtschaftspsychologie der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. In ihrer Doktorarbeit beschäftigt sie sich mit Einflussfaktoren und Konsequenzen von Vertrauen in Management Informationssysteme sowie der konzeptuellen Klärung des Vertrauensbegriffs in der Technologienutzung. Nebenberuflich engagiert sie sich im Bereich Online-Befragungen, Datenanalyse und Assessment (u.a. für die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung). Ihre Arbeits- und Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Vertrauen in Technologie am Arbeitsplatz und Inter-Organisationale Soziale Netzwerke. Eine Liste von Publikationen findet sich auf www.uni-muenster.de/OWMS/.

Kontakt: sarah.meessen@uni-muenster.de

71. Prof. Dr. Thomas Hoeren:
Tödliche Fallen im Internet

71. Prof. Dr. Thomas Hoeren:<br />Tödliche Fallen im Internet

Designer machen Fehler, gerade wenn es um ihre Website und sonstige Aktivitäten im Web angeht. Einige der Fehler sind tödlich, die rechtlichen Fehler. Ob es um die Verletzung von Fotorechten geht, das korrekte Impressum, die Beachtung des Datenschutzes oder das sittenwidrige Direktmarketing – schon oft sind Designer in die Haftungsfallen getappt. Der Vortrag zeigt solche Fällen auf und erklärt, wie man solche Fehler erkennen und umgehen kann.

Prof. Dr. Thomas Hoeren ist Rechtswissenschaftler mit Schwerpunkt Informations- und Medienrecht. Er war bis Ende 2011 Richter am Oberlandesgericht Düsseldorf. Seit 2012 ist er Dekan der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Wilhelms-Universität Münster. Hoeren ist Mitherausgeber der Fachzeitschrift „Multimedia und Recht“.

http://www.uni-muenster.de/Jura.itm/ie.html

65. Marcus Veigel:
Display Advertising – Mit Bildern werben. Auch im Netz.

65. Marcus Veigel: <br />Display Advertising – Mit Bildern werben. Auch im Netz.

Der erste Banner von AT&T bei hotwired.com hatte eine traumhafte Klickrate: 44%. Seine modernen Verwandten, das sogenannte AdBundle, kommen trotz ausgefuchster Technik fast nie über die 1% Hürde. Die sogenannte Banner-Blindness wirkt mittlerweile besser als Spam-Filter. Wo die Reise hingehen könnte, warum es überhaupt noch Online-Banner gibt, welche Banner und digitale Techniken doch wirken könnten und warum Mobile Advertising noch neulandiger ist, versucht der Vortrag anzureißen – Diskussion erwünscht.

Marcus Veigel wurde 1964 in Baden-Württemberg geboren. 199X hat er sein Studium am FB Design der FH Münster abgeschlossen. Während des Studiums erste Arbeiten als freier Grafiker für Verlage. Danach gründete er mehre Internet-Unternehmen, unter anderem die cynapsis Kommunikationsagentur GmbH, für die er als geschäftsführender Gesellschafter für die Betreuung von regionalen und nationale Kunden, Startups, Energieversorger und Internetportale wie brigitte.de und gala.de verantwortlich war. Nach Ausgründung der Digitale Kreativagentur cynapsis interactive GmbH 2009 ist er dort als Geschäftsführer tätig und verantwortet den Bereich Konzeption. cynapsis interactive entwickelt unter dem Motto „Creating Attention“ für Marken aus der DACH-Region sowie für Mediaagenturen Display-Ad-Kampagnen und für führende Online-Vermarkter neue Werbe-Formate im Display-Ad- und Bewegtbild-Bereich. Marcus Veigel ist zeitweise als Dozent am Fachbereich Design der Fachhochschule Münster tätig und hält in verschiedenen Foren Vorträge zu Themen des Digital Marketing.

www.cynapsis.de

60. Dr. Meinald Thielsch:
Ersteindruck von Websites

60. Dr. Meinald Thielsch:<br /> Ersteindruck von Websites

Im Jahr 2006 wurde ein Fachartikel der Forschungsgruppe von Gitte Lindgaard mit dem Titel „Attention web designers: You have 50 milliseconds to make a good first impression!“ veröffentlicht. Geht es wirklich so schnell? Einige Studien wurden seitdem zum visuellen Ersteindruck von Websites durchgeführt. In vielen war die Website-Ästhetik im Fokus der Analysen, bei manchen aber auch Inhalt und Usability oder das Zusammenspiel dieser drei. Andere Arbeiten widmeten sich der Glaubwürdigkeit oder der Frage nach dem Unterschied in der Wahrnehmung von Experten (= Designern) versus Laien. In diesem Feld möchte ich einen verständlichen Überblick zum Stand der Forschung zum Ersteindruck von Websites geben. Dabei fließen nicht nur eigene Untersuchungen ein – manche unter Beteiligung des ein oder anderen Stammgastes von designforum-muenster.de – es werden auch Fragen wie die folgenden diskutiert: Sind es wirklich nur 50 Millisekunden? Gilt das nur für Websites oder auch für andere interaktive Produkte? Was verbirgt sich hinter dem Erleben der Nutzer, der User Experience des Ersteindrucks, genau? Wie kann ich diese erfassen oder messen? Was für Konsequenzen hat ästhetisches Design? Wie wichtig sind gute Texte oder hohe Usability für den Ersteindruck? Und liegt Ästhetik nicht immer im Auge des Betrachters? Hier soll der Vortrag praktische Perspektiven auf Basis der aktuellen Forschung eröffnen.

PD Dr. Meinald T. Thielsch ist Diplom-Psychologe und Akademischer Rat am Institut für Psychologie der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Zusätzlich war er als Lehrbeauftragter an den Universitäten Bonn und Fribourg (Schweiz), an der Fachhochschule Münster sowie als wissenschaftlicher Berater der Meuter und Team GmbH aktiv. Seine Arbeits- und Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen User Experience, angewandte Wirtschaftspsychologie, Forschungs-Praxis-Transfer sowie Diagnostik, Evaluation und Online-Forschung. Seine eigene Website ist zwar heillos veraltet, bietet aber viele seiner Arbeiten zum Download: www.meinald.de.

40. Christian Heidemann:
Responsive Design

40. Christian Heidemann:<br />Responsive Design

Vor fast drei Jahren, am 1. März 2010, hat Christian Heidemann für uns Entwicklungen und Trends im Webdesign aufgezeigt. Inzwischen ist viel passiert, einige der damals angesprochenen neuen Trends – wie die erweiterten typografischen Möglichkeiten im Web – sind inzwischen weit verbreitet und fest etabliert. Andere wie die Vermischung von On- und Offlinewelt sind immer noch relativ selten. Dafür sind – aufgrund der rasant zunehmenden mobilen Nutzung des Internets – neue Themen wie zum Beispiel Responsive Design hinzugekommen. Zeit also für einen Überblick zum Thema Responsive Design, seinen Stärken, aber auch seinen Schwächen.

Christian ist inzwischen Senior Art Director bei Scholz & Volkmer in Wiesbaden, einer der renommiertesten Kreativagenturen für digitale Markenkommunikation Deutschlands.  Hier betreut er Kunden wie z.B. Montblanc. Zuvor war er als Freier Art Director für Agenturen und Marken wie Bayer, Mammut Sports Group, Mercedes-Benz, NIVEA oder RITTER SPORT tätig.

www.christian-heidemann.de

32. Dr. Meinald Thielsch:
User Experience – Die Psychologie im Webdesign

32. Dr. Meinald Thielsch:<br />User Experience – Die Psychologie im Webdesign

Wer den Begriff „User Experience“ benutzt möchte darauf hinweisen, dass eine Website nicht nur rein funktional sein sollte. Aus dieser Perspektive trifft „form follows function“ nur dann zu, wenn man Aspekte wie beispielsweise Nutzerzufriedenheit, Vertrauen oder eine attraktive Gestaltung als Funktionen definiert. Aber: Was verbirgt sich hinter dem Erleben der Nutzer, der User Experience, genau? Wie kann ich diese erfassen oder messen? Was für Konsequenzen hat ästhetisches Design? Und liegt Ästhetik nicht immer im Auge des Betrachters?

Antworten auf derartige Fragen zu Wahrnehmungen, Erleben und Verhalten von Webnutzern liefert die Psychologie. Hier soll der Vortrag praktische Perspektiven auf Basis von Ergebnissen der aktuellen Forschung eröffnen. Besonderes Augenmerk möchte ich hierbei auf den visuellen Ersteindruck von Websites und das Zusammenspiel von Inhalt, Usability und ästhetischem Design lenken.

Dr. Meinald T. Thielsch ist Diplom-Psychologe und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Psychologie der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Zusätzlich war er als Lehrbeauftragter an den Universitäten Bonn und Fribourg (Schweiz) und an der Fachhochschule Münster sowie als wissenschaftlicher Berater der Meuter und Team GmbH aktiv. Seine Arbeits- und Forschungsschwerpunkte sind User Experience, Mensch-Computer-Interaktion, Diagnostik und Evaluation sowie Online-Forschung. Seine eigene Website ist inzwischen zwar heillos veraltet, bietet aber viele seiner Arbeiten zum Download.

www.meinald.de

21. Klaus Kretzer und Volker Rose:
Da Klicken, hier Lesen – wo bin ich eigentlich?
Interessantes zum Thema „User Experience“

„Der Begriff User Experience (Abkürzung UX, deutsch wörtlich: Nutzererfahrung, besser: Nutzererlebnis oder Nutzungserlebnis – alternativ wird auch häufig vom Anwendererlebnis gesprochen) umschreibt alle Aspekte der Erfahrungen eines Nutzers bei der Interaktion mit einem Produkt, Dienst, Umgebung oder Einrichtung. Dazu zählen auch Software und IT- Systeme. Meistens wird im Zusammenhang mit der Gestaltung von Websites von User Experience gesprochen, der Begriff umschließt jedoch tatsächlich das volle Spektrum an Interaktionsmöglichkeiten.“ (Quelle: Wikipedia)

Klaus Kretzer ist Jahrgang ’78. 2005 hat er mit Eike Klein das Gestaltungsbüro gegründet, das inzwischen mit zwei Standorten in Münster und Bielefeld für Kunden wie das Factory Hotel (designhotel Münster), arvato e-commerce mit Projekten wie dem Microsoft- und Toshiba-Store, der Ahlers AG, die Mercedes- Benz-Fashion-Week oder verse Damenmode realisiert. Der Schwerpunkt seiner Arbeit liegt in den Bereichen Corporate Design, e-Commerce (Shopdesign) und Webdesign. Klaus ist bekennender Bayern-München-Fan.

Volker Rose (Jahrgang 1979) ist seit 2010 Webentwickler beim Gestaltungsbüro und hat seitdem den Toshiba-Store und Microsoft-Store betreut. Zur Zeit ist er verantwortlich für die Umsetzung des vom Gestaltungsbüro auf UX optimierten PCFs (Purchase conversion Funnel – Bestellablauf) des Microsoft Stores (EMEA). Fußball interessiert ihn nicht so dolle, dafür kann er super weit Joggen.

www.gestaltungsbuero.org

18. Christian Beushausen:
HTML5 – der neue Webstandard

Der erste Entwurf von HTML5 ist bereits aus dem Jahr 2004. Seit 2006 gibt es eine Arbeitsgruppe beim W3C, die das Ziel verfolgt, HTML rundzuerneuern und einen endgültigen Standard zu verabschieden. Grundlegend sollten die verschiedenen Nutzergruppen wie Autoren, Autorensoftware­ und Browserhersteller an der Entwicklung von HTML5 teilnehmen. Bis dato herausgekommen ist eine Erweiterung des heutigen HTML­-Standards mit neuen Elemente u.a. für die Darstellung von medialen Präsentationen und der Strukturierung von Inhalten.

Christian Beushausen wurde 1974 in Lingen (Ems) gebo­ren. Er hat in Münster an der Westfälischen Wilhelms­-Universität Wirt­schaftsinformatik studiert. Bereits während des Studiums machte er sich selbstständig und arbeitete seitdem in diversen Software-­ und IT­-Projekten für Unternehmen aus verschiedenen Branchen wie die Bertelsmann AG, GlaxoSmithKline Consumer Healthcare, Microsoft, Wincor-­Nixdorf oder auch mittlere und kleinere Unternehmen wie die TYPO3-­Dienstleister Mehrwert aus Köln und Ticcon AG Flensburg oder die Stiftung Deutsches Technikmuseum Berlin.

Seine Kenntnisse reichen von Enterprise Java (JEE) und Standard Java (JSE) über tiefgreifendes Datenbank-Know­-how, bis hin zu PHP­-, HTML-­ und JavaScript­-Programmierung. Im Laufe der Jahre machte er die Entwicklung von Webapplikationen auf Basis des TYPO3­-Frameworks zu seinem Schwerpunkt. In jüngster Vergangenheit hat er sich in das Thema Online-­Shops mit Magento eingearbeitet.

www.neuesgestalten.de

7. Christian Heidemann:
Webdesign – Trends und Entwicklungen

7. Christian Heidemann:<br />Webdesign – Trends und Entwicklungen

Webdesign ist wie Printdesign dem Zeitgeist und wechselnden Trends unterworfen. Dazu kommt jedoch noch die rasante Weiterentwicklung der technischen Voraussetzungen, die die gestalterischen Möglichkeiten beeinflussen. Der Vortrag wird aktuelle Enwicklungen und Tendenzen anhand verschiedenster Beispiele anschaulich machen.

Christian Heidemann wurde 1974 in Münster geboren. Nach diversen Jobs als Behindertenbetreuer, Müllmann, Museumswärter, Fensterputzer oder Schichtarbeiter wechselte der gelernte Fotograf 2000 in den Bereich der neuen Medien und arbeite für unterschiedliche Agenturen mit dem Schwerpunkt Marken- und Unternehmenskommunikation. Ab 2004 arbeitete Christian als freiberuficher Art Director in Düsseldorf. Sein Fokus lag auf der Entwicklung von inhaltlichen sowie gestalterischen Konzepten und Screendesigns. Er betreute Unternehmen und Marken wie Bayer (Aspirin, Aktren, Canesten, Lefax, Talcid etc.), Kaiser’s Tengelmann, Karstadt, Plus, Portas und Ströer Out-of-Home-Media. 2008 wechselte Christian wieder für ein Jahr ins Agenturleben, zog nach Hamburg und arbeite bei Fork Unstable Media als Art Director für Kunden wie NIVEA, RITTER SPORT und Otto. Seit Mitte 2009 arbeitet Christian wieder frei.

Neben der berufichen Tätigkeit betrieb Christian bis zu seinem Umzug nach Hamburg mit Freunden in Düsseldorf die Galerie Revolver und konzipierte sowie organisierte Ausstellungsprojekte wie beyond STREET ART. Die Galerie präsentierte sechs Jahre lang regelmäßig Künstler verschiedener Disziplinen. Ziel war es, durch die Ausstellungen und Aktivitäten wie Lesungen und Filmabende den kulturellen Austausch regional und überregional zu fördern. Künstler wie Andrea Lehmann und Nina Fandler, Boris Hoppek, Harald Naegeli, Honet, Jim Avignon, Lily und Moki, Mario Wagner, Os Gemeos oder The Potipoti Experience stellten in der Galerie Revolver aus.

www.christian-heidemann.de