88. Ludwig Übele:
Im Dschungel der Schriftlizenzen

88. Ludwig Übele:<br /> Im Dschungel der Schriftlizenzen

Was muss bei der Lizenzierung von Schriften beachtet werden?

Wer Schriften kaufen und benutzen will, muss die jeweiligen Lizenzvereinbarungen akzeptieren. Das Kleingedruckte ist aber selten einfach zu verstehen. Ludwig Übele versucht etwas Licht in das Thema Schriftlizensierung (EULA) zu bringen. Was ist erlaubt und was nicht? Er wird uns darüber hinaus auch einen kleinen Einblick in seine Schriftentwürfe und Markenentwicklungen geben.

Ludwig Übele studierte Grafik-Design in Deutschland und Finnland. Einige Jahre arbeitete er in verschiedenen Designbüros in Europa. 2007 absolvierte er den Postgraduierten-TypeMedia-Kurs an der Königlichen Akademie der Künste (KABK) in Den Haag. Seine eigene Schirftfoundry LudwigType startete er im selben Jahr. Heute lebt er in Berlin und arbeitet in den Bereichen Schriftgestaltung und Markenentwicklung. Neben seinen eigenen Schriftentwürfen arbeitet er mit dem großen Schriftgestalter Georg Salden zusammen und vertreibt seine Schriften exklusiv auf TypeManufactur.

www.ludwigtype.de

64. Brigitte Borchers:
Schreib mal wieder… Kalligraphie und Handschrift (Workshop)

64. Brigitte Borchers:<br />Schreib mal wieder… Kalligraphie und Handschrift (Workshop)

In gut einer Stunde vermittelte Brigitte Borchers ihre Faszination für Buchstaben, Handgeschriebenes und Kalligraphie. Ein Praxis-Workshop und kein Vortrag …

Brigitte Borchers | Schrift- und RaumGestalterin

www.brigitteborchers.de

geboren in Oberhausen

Industriekauffrau und Raumgestalterin

25 Jahre Mediaeinkäuferin in Werbeagenturen

Freiberuflich als Schrift- und RaumGestalterin tätig seit 2012

Ausbildung bei diversen europäischen Kalligraphen.

61. Prof. Dirk Fütterer, Clarissa Becker, Arne Vogt:
Die Bielefelder Bibel

61. Prof. Dirk Fütterer, Clarissa Becker, Arne Vogt:<br />Die Bielefelder Bibel

Um der spirituellen und kulturellen, sowie der narrativen und emotionalen Dimension der Texte wieder gerecht zu werden, arbeitet ein Forscherteam an der Fachhochschule Bielefeld seit 2009 an einer lesefreundlichen Bibel-Ausgabe. Gemeinsam mit über 65 Studierenden realisiert Professor Dirk Fütterer das Forschungsprojekt „Bielefelder Bibel“. Dabei handelt es sich um eine typografisch-gestalterische Neu-Interpretation auf Grundlage neuester Erkenntnisse der Bibelforschung und -deutung.

Zunächst werden die Bibeltexte entsprechend ihres historischen Ursprungs, Inhalts, sowie ihrer Struktur und Tonalität verschiedenen literarischen Kategorien zugeordnet. Hierzu zählen Prolog, Liebeslied, Hymnus, Paradoxon, Monolog, Dialog, Rätsel, Ellipse, Gebet, Gleichnis, Parabel, Gedicht, Brief und Geschichtsschreibung. Entsprechend ihrer gattungstypischen Zuordnung, sollen die einzelnen Textarten mit dem Inhalt angemessenen typografischen Mitteln neu interpretiert werden. Durch verschiedene Schnitte einer großen Schriftfamilie und sparsame Verwendung grafischer Elemente lässt sich eine bessere Lesbarkeit und ein besseres Textverständnis erreichen. Durch eine deutliche Gliederung und klare Strukturierung werden abschreckende Bleiwüsten abgeschafft. Die Texte erhalten durch die Neugestaltung ihre sinnliche und emotionale Ebene zurück.

Die einzelnen Bücher, Schriften und Textsammlungen des „Buchs der Bücher“ werden individuell gestaltet, so dass jedes in seiner Eigenart hervortreten und wirken kann. Die Vielfalt der Gestaltung ist jedoch aufeinander abgestimmt und unterstreicht somit die verwandtschaftlichen Beziehungen zwischen den Bibeltexten. Die feinen Nuancen und die bisher verdeckten psychologischen Dimensionen der Niederschriften sollen offengelegt und Leserinnen und Lesern auf diese Weise ein neuer Zugang zur Bibel ermöglicht werden. So lässt sich die „Bielefelder Bibel“ als eine Bibliothek an Büchern entdecken, in denen man gerne liest.

Vortragende
Prof. Dirk Fütterer, Leiter Institut für Buchgestaltung
Clarissa Becker, MA Studierende
Arne Vogt, MA Studierender

46. Prof. Gisela Grosse:
Gestaltung bewerten

46. Prof. Gisela Grosse:<br />Gestaltung bewerten

Das CCI (Corporate Communinication Instititute) der FH Münster analysiert seit 10 Jahren Geschäftsberichte auf Grundlage wissenschaftlich ermittelter Prüfkriterien in der Bewertungskategorie Gestaltung nach einer sorgfältig erarbeiteten, einzigartigen, umfassenden und zuverlässigen Methode.

Prof. Gisela Grosse ist Gründerin und Leiterin des CCI – Corporate Communication Institute der FH Münster.

www.cci.fh-muenster.de

39. MMCCT:
Typografische Siebdrucke

MMCCT wurde 2011 gegründet und ist ein kleines Kollektiv fünf kreativer Köpfe, die Siebdruck als künstlerische Ausdrucksform nutzen um neue Ideen zu formulieren und verschiedene Materialien und alte Techniken zu kombinieren.

Bisher waren die Arbeiten von MMCCT hier zu sehen:
»Freizeichen« – Reset4 Festival – Münster, Germany – 2012
»Stell Out!« – Fyal – Münster, Germany – 2012
»Serigrafie« – Specops – Münster, Germany – 2012

34. Max Kostopoulos und Jakob Runge:
26plus-zeichen.de – Schriftentwürfe, Letterings und Type Design Workshops

34. Max Kostopoulos und Jakob Runge:<br />26plus-zeichen.de – Schriftentwürfe, Letterings und Type Design Workshops

www.26plus-zeichen.de ist eine Web-Plattform zur Präsentation von studentischer Schriftgestaltung. Gerade die noch nicht komplett fertigen Schriftideen sollen hier in ihrem weiteren Ausbau ermutigt werden. Ziel ist es, sowohl durch Kommentare und den Austausch von Tipps der Schrift-Produktion zur Weiterentwicklung der Schriften anzuregen, als auch deren Verbreitung und Verwendung – im deutschen wie im englischen Sprachraum – zu fördern. Die präsentierten Schriften werden, je nach Lizenzbedingungen, als Free-Font für den nicht-kommerziellen Gebrauch oder auch als kommerziell nutzbare Vorab-Version bereitgestellt. Zudem sind die Benutzung vieler Schriften in studentischen Abschluss- und Semesterprojekten möglich. Neben der Web-Plattform gibt 26+ auch Workshops zum Thema Schriftgestaltung und durch das Netzwerk der Seite werden auch kommerzielle Schrift und Logo Projekte realisiert. In ihrem Vortrag werden die beiden die Web-Plattform und einige ihrer Schriften vorstellen, sowie Einblick in die Arbeitsweise einen Schriftgestalters geben. Außerdem sind sie für spontane Fragen rund um Schriften, Web-Fonts, Lizenzen und Letterings/Wortmarken offen.

Jakob Runge ist seit 2009, als Student der Fakultät Gestaltung an der Hochschule Würzburg, hoffnungslos begeistert beim Gestalten von Buchstaben, ganzen Alphabeten und dem Programmieren von kleinen OpenType-Features. Er ist Mitbegründer von 26+ und studiert zur Zeit im Masterprogramm der Muthesius Kunsthochschule in Kiel.

Max Kostopoulos, Schriftgestalter und ebenfalls Mitbegründer von 26+. Derzeit nimmt er am Masterstudiengang Gutenberg-Intermedia teil. Bisher veröffentlichte er die Schrift Margina. In seiner Bachelorarbeit widmete er sich verstärkt dem Thema Lettering.

www.26plus-zeichen.de

28. Christian Büning und Jakob Maser:
Brot und Spiele

Mit guten Vorsätzen ins neue Jahr – und sollte einer der guten Vorsätze für 2012 lauten: „Ich will häufiger zu designforum-muenster.de gehen“, gibt es noch einen Grund mehr, diesen Vorsatz gleich am 2. Januar in die Tat umzusetzen: Christian Büning bringt sein Typo-Quiz mit, bei dem es wertvolle Preise zu gewinnen gibt. Also schon mal das Fontbook unter’s Kopfkissen gepackt …

Aber das neue Jahr wird nicht nur aus „Spiel“ bestehen, auch das „Brot“ des Alltags will bewältigt werden. Jakob Maser wird unter dem Motto „So kann ich nicht arbeiten!“ Techniken, Tools und Anregungen zum Thema Selbstorganisation vorstellen und insbesondere auf die Frage eingehen, wie schaffe ich es, gute Vorsätze auch in die Tat umzusetzen?

Christian Büning ist seit acht Jahren selbstständiger Informationsgestalter und Mitgründer des Plakatverlags. Seit Anfang des Jahres unterrichtet er an der Fachhochschule Münster Informationsgestaltung und Typografie. Sein eigenes Typoquiz könnte er selbst niemals lösen, aber es ist so unterhaltsam!

www.buero-buening.de

Jakob Maser ist einer der drei Inhaber des Designbüros „neues gestalten“. Außerdem ist er Dozent an der Akademie der Wirtschaft der IHK Nord Westfalen, Mitglied im Berufsverband der deutschen Kommunikationsdesigner BDG, im Type Director’s Club New York und ist Mitinitiator von designforum-muenster.de. Entgegen anderslautender Gerüchte hat er ein Privatleben und Hobbies.

www.jakobmaser.com

23. Dirk Uhlenbrock:
Wie ich mein Herz an das kleine „g“ verlor

23. Dirk Uhlenbrock:<br />Wie ich mein Herz an das kleine „g“ verlor

Von ersten Lieben, gehorteten Schätzen, Kursen in der katholischen Familienstätte, orientalischen Kopfbedeckungen und dem Wunsch ein Popstar zu werden. Eine kleine Reise durch die Schriftenwelt des maskierten Rächers Fontomas – oder, wie aus Spaß langsam Ernst wurde.

Dirk Uhlenbrock, geboren 1964 bei Krupp, aufgewachsen neben dem Ruhrschnellweg. Die Familie stammt aus dem Münsterland, Westfalen, Polen und Österreich. Sozialisiert und ausgebildet an der Hellweg-Schule, dem Viktoria-Gymnasium und der Bergischen Universität und Gesamthochschule Wuppertal. Seit 1991 tätig in den Bereichen Print- und Webdesign – erst bei gut & böse, danach beim designverign, gefolgt von der wysiwyg, wieder selbständig mit signalgrau und jetzt bei blanko und erste liga, büro für gestaltung.

www.ersteliga.de

www.dirkuhlenbrock.com

Exkursion zum Museum Plantin-Moretus in Antwerpen

Das Plantin-Moretus-Museum am Vrijdagmarkt 22–23 in Antwerpen geht auf die Druckerei des Christoph Plantin (Christoffel Plantijn) aus dem 16. Jahrhunderts zurück. Sie ist die einzige erhaltene Buchdruckerei aus der Zeit der Renaissance und des Barock und wurde 2005 als erstes Museum in die Liste des Weltkulturerbes der UNESCO aufgenommen.

www.museumplantinmoretus.be

 

9. Andreas Maxbauer:
Vom Lustverlust – aktuelle Gestaltungstrends im Layout

9. Andreas Maxbauer:<br />Vom Lustverlust – aktuelle Gestaltungstrends im Layout

Trends im werblichen Design folgen zwar grafischen Mo­den, spiegeln aber auch das kollektive Empfinden einer Gesellschaft wider. Diese Gefühlslagen sind mitunter gar nicht eindeutig, aber Andreas Maxbauer ist ein guter Beobachter: Es gelingt ihm leicht nachvollziehbar diese Emotionen aufzuspüren und entsprechende Rückschlüs­se zu ziehen.

Anhand von vielen Beispielen werden wir in seine Expedition in die Medien­ und Werbelandschaft mitgenom­men. Andreas erläutert mit Humor und auf unangestreng­te Weise, was er herausgefunden hat und hilft so, den Teilnehmern die Augen zur kritischen Wahrnehmung zu öffnen. An den grafischen Stilmitteln lässt sich eine Menge über das allgemeine Bewusstsein während eines bestimmten Zeitabschnittes ablesen. Wie sich die Wirt­schaftskrise und der Wertewandel darstellen, welche Ten­denz sich in bevorzugten Farben zeigt, wie Fotos derzeit inszeniert werden und warum welche Schriften eingesetzt werden, welche Aussagen man aktuell durch das Layout vermittelt – all dies wird im Zusammenhang sichtbar.

Andreas Maxbauer, Jg. 1959, ist Kommunikationsdesigner mit den Schwerpunkten Konzeption, Typografie und Corporate Design, sowie der Broschüren­, Zeitschriften und Buchgestaltung. Er arbeitet gemeinsam mit seiner Frau Regina seit 1984 in seinem eigenen Büro Maxbauer & Maxbauer in Hannover sowohl für Bundes­-, Landes­- und Kommunaleinrichtungen sowie Körperschaften wie zum Beispiel Kliniken, Kammern und Parteien, als auch für Wirtschaftsverbände, Finanzdienstleister, Versicherungen, Verlage und im Bildungswesen. Er ist Vorsitzender des Forums Typografie e.V., Verfasser von Fachbüchern wie dem »Praxishandbuch Gestaltungs­raster« und Schöpfer des mehrfach ausgezeichneten PAGE­-DTP­-Typomaß.

www.maxbauer.com

8. Mariko Takagi:
Japanische Typografie zwischen Bild und Informationsträger

8. Mariko Takagi:<br />Japanische Typografie zwischen Bild und Informationsträger

»Japan hat ihn (Roland Barthes) in die Situation der Schrift versetzt.«
Barthes gab seiner Publikation (1970), aber auch Japan, den Titel: »Das Reich der Zeichen«.

Ist es Barthes Schwärmerei für eine exotische Kultur? Inwiefern trifft diese Bezeichnung auf das heutige hoch technologisierte Land zu? In keiner andere Kultur dieser Welt werden vier Schriftsysteme in der Darstellung einer Sprache verwendet. Der japanische Gestalter kann aus einem großen Schrift-­Fundus schöpfen. Diese Viel­falt spiegelt sich in den phantasievollen und vielseitigen typografischen Ausdrucksmöglichkeiten wieder. Beginnend mit einer Einführung in die vier Schriftsys­teme, wird Mariko Takagi alte und neue typografische Arbeiten japanischer Grafikdesigner vorstellen.

Mariko Takagi (* 1975), verbrachte ihre ersten neun Schuljahre an der japanischen Internationalen Schule in Düsseldorf. 2001 schloss sie ihr Grafikdesign-­Stu­dium an der FH Münster ab. Seit 2001 arbeitet sie als selbstständige Grafik­-Designerin. Besonders interessieren sie Projekte, bei denen sie sich maßgeblich an der Entwicklung der Inhalte beteiligen kann. Ihren ersten Lehrauftrag erhielt sie 2002 an der FH Münster, 2006 war sie ein Semester an der FH Mainz und vermittelte dort Grundlagen der Gestaltung. Seit 2007 lehrt sie an der FH Düsseldorf und am Institut für Musik und Medien der Robert Schumann Hochschule. Ein dritter Bereich ihrer Arbeit sind freie Buchprojekte, die mehr­fach prämiert wurden, u. a. von der Stiftung Buchkunst, dem ADC, TDC, red dot und iF Design. Bisher hat Mariko Takagi vier Bücher zu japanischer Thematik publiziert. Diese Kultur ist ihr sehr vertraut und so interessiert sie sich – in der Rolle einer Vermittlerin zwi­schen zwei Kulturen – für die Aufbereitung japanischer Themen für deutsche Leser.

www.mikan.de

www.takagi.de

1. Nadia Kothe: Das Forum Typografie

1. Nadia Kothe: Das Forum Typografie

Das Forum Typografie ist ein Zusammenschluss derer, die nicht nur über bessere Typografie reden, sondern etwas dafür tun. Das Forum versteht sich als Anlaufstelle für Aktive aus allen Sparten der Kommunikationsgestaltung, die verstanden haben, dass die Schriftkultur kompetente Verfechter braucht, um auch im Zeitalter von Bild und Ton weiter eine entscheidende Rolle spielen zu können. Das Forum setzt Qualität vor Quantität. Gemeint ist die intelligente Umsetzung von Botschaften mit den Mitteln der Schrift, egal in welchem Medium. Typografen, Schriftentwerfer, Designer, Grafiker, Schriftsetzer, Journalisten, Texter, Werbefachleute und Hochschullehrer tragen das Forum.

In einem lockeren Gespräch wird Nadja Kothe die Arbeit und Ziele des Forums Typografie vorstellen. Darüber hinaus wollen wir Möglichkeiten der Kooperation – zum Beispiel durch den Austausch von Referenten – ausloten.

Nadja Kothe ist Inhaberein von Typovilla, der führenden Kommunikationsdesign-Agentur in Marl. Typovilla bietet Design-Konzeptionen, Corporate Design, Projektmanagement und Service-Design. Nadja Kothe bildet die Mitte eines starken Netzwerkes im Designhaus Marl und weltweit mit Experten in Skandinavien, China und den USA. Im Projekt „Schulleitungscoaching durch SeniorExperten NRW“ der Stiftung Partner für Schule NRW vermittelt sie nordrhein-westfälischen Schulleitungen individuelles Managementwissen.

www.forum-typografie.de

www.typovilla.de