110. Jonas Dinkhoff:
Buy this Shit! Die Rolle des Designers im Ästhetischen Kapitalismus

110. Jonas Dinkhoff: <br />Buy this Shit! Die Rolle des Designers im Ästhetischen Kapitalismus

Dinge sind die Sprechblasen unserer Gesellschaft. Aber diese Art zu kommunizieren ist ein ökologisches und soziales Desaster. Design ist der Motor unserer Konsumgesellschaft. Chance und Verantwortung, sich für eine Neuausrichtung einzusetzen. Design ist immer politisch. »Buy this shit!« reicht nicht! Designer müssen Position beziehen und sich neu erfinden! Kritik, Inspiration, Leitfaden, Tool – BUY THIS SHIT!

»Hört sich nach schwerer Kost an, doch der im Sex-Pistols-Look gehaltene Leitfaden ist nicht Marx’ ›Kapital‹. Im Gegenteil, ›Buy this Shit‹ liest sich sehr unterhaltsam, gleichsam nebenbei erhält man viele Informationen und wird eingeladen, sich selbst einmal Gedanken zum Kapitalismus und der eigenen Rolle als Konsument und Kreativer zu machen. […] Unsere Empfehlung lautet: Buy this Shit!« novum 04. 19

Jonas Dinkhoff wurde 1989 in München geboren. Nach einer Ausbildung zum Mediengestalter Digital und Print arbeitete er in den Bereichen Grafik und Marketing bei der Mediengruppe Main-Post (Tageszeitung in Würzburg) und schloss berufsbegleitend eine Weiterbildung zum Medienfachwirt Print (IHK) ab. Von 2012 bis 2018 studierte Jonas Design (BA) und Information und Kommunikation (MA) an der Münster School of Design (FH Münster). Seit 2009 arbeitet er als selbstständiger Mediengestalter und Kommunikationsdesigner. Ebenfalls seit 2009 gibt es den Verlag der Ideen den er gemeinsam mit seinem Vater aufgebaut hat. 2017 haben sie mit WEEERD ihren Horizont erweitert und einen neuen Schwerpunkt auf Belletristik und Illustration gesetzt.

starkwind-design.de

www.verlagderideen.de

83. Albert Bartel:
Pro bono – Ehrenamt(lich) gestalten

83. Albert Bartel: <br />Pro bono – Ehrenamt(lich) gestalten

Viele Designer arbeiten ab und zu pro bono für einen gemeinnützigen Verein. Manchmal läuft alles super und beide Seiten profitieren. Manchmal aber treten Probleme auf, der Auftraggeber fühlt sich nicht richtig wahrgenommen, der Designer nicht wertgeschätzt. Und wie ist das mit der Spendenquittung?

Albert Bartel wirft einen Blick auf das Thema Pro bono und daraus resultierende Fragen. Neben seiner Arbeit für den Verein „Zartbitter Münster“ stellt er weitere Projekte vor: „A runde Sach“ aus München und die Engagement-Plattform Youvo. Bleibt noch Zeit, diskutieren wir, wie man das Ehrenamt gestalten und weiterentwickeln kann. Eine Aussicht auf weitere, größere Projekte bildet den Abschluss.

Albert Bartel, 1970 in Masuren geboren, ist seit 25 Jahren in der Kreativbranche und hat an der FH Münster Visuelle Kommunikation studiert. Im Jahr 2000 folgte gleich nach dem Diplom die Selbständigkeit mit dem Büro echtwert.de/sign, das neben Kommunikationsdesign für Unternehmen viele Geschenkbücher und Lernmedien für Verlage entwickelt. Er hat eine erwachsene Tochter in HH und eine Katze. Albert Bartel ist Gründungsmitglied mit Mitveranstalter des DesignForum Münster, aktives Mitglied im BDG und Mitglied bei Bild-Kunst. Und dies ist sein erster Vortrag ever.

82. Gisela Grosse:
Visuell berichten – Eine Studie zum Potenzial der Gestaltung in Geschäftsberichten

82. Gisela Grosse:<br /> Visuell berichten – Eine Studie zum Potenzial der Gestaltung in Geschäftsberichten

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Prof. Gisela Grosse stellt ihr vor kurzem gemeinsam mit Alena Voelzkow und Katharina Ripperda veröffentlichtes Buch „Visuell berichten – Eine Studie zum Potenzial der Gestaltung von Geschäftsberichten“ vor.

Die Frage, ob ein gut gestalteter Geschäftsbericht tatsächlich zu einer besseren Bewertung des Unternehmens durch Analysten führt, kann von den Autorinnen eindeutig mit ‚Ja‘ beantwortet werden. Sie legten Finanzanalysten nach Methoden der sozialempirischen Forschung in einem experimentellen Versuchsaufbau inhaltlich identische Geschäftsberichte vor, die gut und schlecht gestaltet waren. Die Analysten arbeiteten mit den Berichten und beantworteten Fragen, woraus die Autorinnen die Wirkung der Gestaltung ableiten können. Die empirische Forschung zeigt, dass die Analysten durch visuelle Anreize beeinflussbar sind. Eine gute Gestaltung verbessert die Beurteilung der Inhalte, vermittelt einen positiveren Eindruck vom Unternehmen und trägt zur Vertrauensbildung bei.

Prof. Gisela Grosse ist Professorin für Corporate Identity, Unternehmens- und Finanzkommunikation in Münster. Sie leitet das Corporate Communication Institute (CCI).

cci.fh-muenster.de

69. Prof. Franziska Loh:
Grafik-Design – eine Frage der Haltung (Diskussion)

69. Prof. Franziska Loh: <br />Grafik-Design – eine Frage der Haltung (Diskussion)

Wie steht es mit meiner Verantwortung als Grafik-Designer? Wo kann ich Einfluss nehmen und wo nicht? Im Frühjahr hat Franziska Loh für Ihre Dissertation eine Umfrage unter Designern durchgeführt und sie zu ihrer Haltung dazu befragt. Wir freuen uns auf eine lebhafte Diskussion!

42. Tobias Daur:
Grünes Gestalten

42. Tobias Daur:<br />Grünes Gestalten

Sich als Grafik- oder Webdesigner ökologisch korrekt zu verhalten ist nicht einfach. Tobias Daur beschäftigt sich seit vielen Jahren mit dem Thema Nachhaltigkeit in all seinen Facetten und wird konkrete Möglichkeiten sowie interessante Perspektiven auf dieses vielschichtige Thema aufzeigen.

Tobias Daur entwickelt nachhaltige und ökologische Kommunikations- und Marketingkonzepte und betreut deren Umsetzung. Unter dem Namen „Lands – next generation concepts“ verbindet er gemeinsam mit Barbara Flenker und Randolf Umbach die Werte Ökologie und Nachhaltigkeit mit hochwertigem Design. Ein Thema von Lands ist zum Beispiel Green Hosting, grünes Webhosting mit echtem Ökostrom, garantiert atomstromfrei. Lands ist Mitglied bei „Dasselbe in grün“, dem Verband der nachhaltigen Unternehmen.

www.lands-concepts.com

35. Frank Kappl:
Papier und Gestaltung

Die Vielfalt und Auswahl bei Papieren ist überwältigend. Frank Kappl wird – nach einem kurzen Rückblick auf die Herkunft und Geschichte – Rohmaterialien und die Herstellung von Papier erläutern. Dabei werden die Aspekte Umwelt und Recycling, sowie die Eignung für die verschiedenen Druckverfahren (Offset, Digital, Sieb, Rolle) im Mittelpunkt stehen. Danach wird er auf die Papierklassen eingehen und Beispiele für Naturpapiere, Bilderdruckpapiere, für getönte oder durchgefärbte Materialien vorstellen. Damit ist dann die offene Diskussion rund um die verschiedenen Papiere und ihren gezielten Einsatz eröffnet, in der es vor allem um einen gesunden Mix der Aspekte Optik, Technik, Ökonomie und Ökologie gehen soll.

Frank Kappl, Jahrgang 1962, ist Fachkaufmann für Marketing. Er hat seine grafische Ausbildung bei dem münsteraner Plakatgestalter Günter Schmidt gemacht. Danach durchlief er verschiedene Stationen in Agenturen, Messebau und Unternehmen. Seit rund 10 Jahren ist er Papierberater, seit rund zwei Jahren bei Freytag & Petersen/igepa. Seine Leidenschaft gilt dem bedruckten Papier. Er selbst bezeichnet sich als nicht bloß bibliophil, sondern bibliomanisch.

www.igepa.de

33. Bert Odenthal:
Design – nachhaltig und klimaneutral?

33. Bert Odenthal:<br />Design – nachhaltig und klimaneutral?

Klimaneutrales Drucken wird immer bekannter, aber sind alle Angebote gleich gut? Und können wir selbst unser eigenes Arbeiten als Designer auch klimaneutral gestalten? Wenn ja, reicht das? Wie viel können wir selbst leisten? Wie viel dürfen wir auch unseren Kunden zumuten? Bert Odenthal wird sich pragmatisch und zeigefingerfrei auf den Weg machen und hofft auf eine gute Diskussion in geselliger Runde hinterher. Der 4. Juni 2012 ist übrigens der Deutsche Aktionstag Nachhaltigkeit – unser Abend ist eines von vielen Projekten, die zeigen, dass wir unser Handeln und Denken auf die Zukunft ausrichten.

Bert Odenthal ist selbständiger Grafik-Designer in Münster. Er und sein Team gestalten seit 1996 hauptsächlich im Bereich Nachhaltigkeit und Kultur. Neben NGOs und Bundesverbänden gehören u.a. der Nachhaltigkeitsrat, Ministerien oder auch das ARD-Hauptstadtstudio zu seinen Kunden. Darüber hinaus konzipiert er Projekte zum Thema Nachhaltigkeit, die u.a. von der DBU und BMZ finanziert werden.

www.bert-odenthal.de