113. Jakob Maser:
Trends in Branding und Identity – CXI-Rückblick

113. Jakob Maser: <br />Trends in Branding und Identity – CXI-Rückblick

Am 7. Juni fand in Bielefeld die 11. CXI statt. Die Besonderheit der inzwischen größten Corporate und Brand Identity Konferenz Europas ist, dass Auftraggeber und Designer gemeinsam auf der Bühne stehen – in diesem Jahr u.a. DHL/Strichpunkt, Sipgate/g31 und FC Bayern München/Interbrand.

Jakob war vor Ort im Ringlok-Schuppen und wird seine Eindrücke und Beobachtungen schildern um so ins Gespräch über aktuelle Trends und Entwicklungen im Corporate und Brand Design zu kommen. Wir freuen uns auf eine anregende Diskussion.

111. notamuse:
A New Perspective on Women Graphic Designers in Europe

111. notamuse: <br />A New Perspective on Women Graphic Designers in Europe

Ausgehend von dem Wunsch nach mehr weiblichen Vorbildern im Grafikdesign, haben die drei Design-Studentinnen Silva Baum, Claudia Scheer und Lea Sieverten mit »notamuse« ein Projekt gestartet, das die fehlende Sichtbarkeit von Grafikdesignerinnen in der Designöffentlichkeit kritisch beleuchtet.

Ausschlaggebend für die Initiierung des Projekts war die Enttäuschung über die Art und Qualität der Vorträge, wie sie an Hochschulen und auf Konferenzen gehalten werden. Endlose Portfolioshows von vor allem männlichen »Designgrößen«, die kaum über ihre tatsächliche Tätigkeit informieren sondern hauptsächlich der Selbstdarstellung zu dienen scheinen, sind aktuell eher die Regel als die Ausnahme. Orientierung suchenden Studierenden wird so eine sehr einseitige Perspektive vermittelt, berufliche Vorbilder auszumachen fällt schwer. Das warf für die drei Designerinnen die Frage auf, wieso dieser Diskurs eigentlich so stark männlich dominiert ist und wie es um die vielen Frauen steht, die in der Designbranche arbeiten. Es rief außerdem den Wunsch nach mehr weiblichen Vorbildern hervor, an denen man sich, besonders in der Zeit nach dem Studium, orientieren könnte.

Um diesen Fragen auf den Grund zu gehen, führten die drei Studentinnen 22 Interviews mit Designerinnen sowie mit Soziologinnen, Genderforscherinnen und Netzwerk-Gründerinnen. Sie sprachen mit ihnen über Themen wie die neue Arbeitswelt und Frauen in »Männerberufen«, über die Unterschiede zwischen männlichen und weiblichen Gestalter_innen und Sexismus im Berufsalltag, über gestalterische Haltung, Arbeitsabläufe und persönliche Erfahrungen in der Designwelt.

Das Buch »notamuse – A New Perspective on Women Graphic Designers in Europe« erscheint im Juni im Schweizer Verlag niggli. Auf 416 Seiten werden außergewöhnliche Arbeiten von etwa 50 Designerinnen aus Europa präsentiert. Das Buch den öffentlichen Designdiskurs zu diversifizieren, indem es ein Gegengewicht zu all den Publikationen bildet, die ausschließlich oder vorrangig Männer vorstellen.

Silva Baum (1991) studierte Kommunikationsdesign an der FH Münster, der MSGSÜ Istanbul und der HAW Hamburg, wo sie 2017 ihren Master abschloss. Derzeit arbeitet sie als Ausstellungsdesignerin und entwickelt Wandgrafiken und -typografie, Interfaces und Editorial Designs sowie Werbemedien für Museen und andere kulturelle Einrichtungen.

Claudia Scheer (1988) absolvierte nach ihrer Ausbildung zur Mediengestalterin ein Design-Studium an der TH Nürnberg (Bachelor) und an der HAW Hamburg (Master). Sie arbeitet als Teil des Design-Büros muskat als selbstständige Designerin in Berlin mit Fokus auf visuellen Identitäten, Verpackungen und Publikationen.

Lea Sievertsen (1990) studiert in der Klasse Grafik im Master bildende Künste an der HfbK Hamburg und arbeitet als freiberufliche Designerin. Zuvor studierte sie Kommunikationsdesign an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle und der HAW Hamburg. Neben ihrer gestalterischen Arbeit liegt ihr Schwerpunkt in der theoretischen Auseinandersetzung mit der Designpraxis.

»notamuse« ist das Ergebnis ihrer gemeinsamen Auseinandersetzung mit der Sichtbarkeit von Grafikdesignerinnen im öffentlichen Designdiskurs.

www.notamuse.de
www.facebook.com/notamuse.de

110. Jonas Dinkhoff:
Buy this Shit! Die Rolle des Designers im Ästhetischen Kapitalismus

110. Jonas Dinkhoff: <br />Buy this Shit! Die Rolle des Designers im Ästhetischen Kapitalismus

Dinge sind die Sprechblasen unserer Gesellschaft. Aber diese Art zu kommunizieren ist ein ökologisches und soziales Desaster. Design ist der Motor unserer Konsumgesellschaft. Chance und Verantwortung, sich für eine Neuausrichtung einzusetzen. Design ist immer politisch. »Buy this shit!« reicht nicht! Designer müssen Position beziehen und sich neu erfinden! Kritik, Inspiration, Leitfaden, Tool – BUY THIS SHIT!

»Hört sich nach schwerer Kost an, doch der im Sex-Pistols-Look gehaltene Leitfaden ist nicht Marx’ ›Kapital‹. Im Gegenteil, ›Buy this Shit‹ liest sich sehr unterhaltsam, gleichsam nebenbei erhält man viele Informationen und wird eingeladen, sich selbst einmal Gedanken zum Kapitalismus und der eigenen Rolle als Konsument und Kreativer zu machen. […] Unsere Empfehlung lautet: Buy this Shit!« novum 04. 19

Jonas Dinkhoff wurde 1989 in München geboren. Nach einer Ausbildung zum Mediengestalter Digital und Print arbeitete er in den Bereichen Grafik und Marketing bei der Mediengruppe Main-Post (Tageszeitung in Würzburg) und schloss berufsbegleitend eine Weiterbildung zum Medienfachwirt Print (IHK) ab. Von 2012 bis 2018 studierte Jonas Design (BA) und Information und Kommunikation (MA) an der Münster School of Design (FH Münster). Seit 2009 arbeitet er als selbstständiger Mediengestalter und Kommunikationsdesigner. Ebenfalls seit 2009 gibt es den Verlag der Ideen den er gemeinsam mit seinem Vater aufgebaut hat. 2017 haben sie mit WEEERD ihren Horizont erweitert und einen neuen Schwerpunkt auf Belletristik und Illustration gesetzt.

starkwind-design.de

www.verlagderideen.de

105. Annika Schnippering und Anna-Lena Rauch:
Re-Form Future

105. Annika Schnippering und Anna-Lena Rauch: <br />Re-Form Future

Zwischen Unsicherheit, Chancen und Perspektiven: Was bringt die Zukunft für Designer? Jetzt ist die Zeit, neu zu denken und neu zu handeln.

Der Designberuf ist einem tiefgreifenden Wandel unterworfen, was auf verschiedene Gründe zurückzuführen ist. Der Begriff des Designs taucht heutzutage in unterschiedlichsten Ausprägungen auf: Nicht nur in der steigenden Anzahl an Designdisziplinen, bei denen selbst wir Designer nicht mehr durchblicken, sondern auch in unserem alltäglichen Leben, in dem alles Gestaltete mit »-design« verknüpft und deklariert wird. Durch diesen inflationären Gebrauch und den erhöhten Wettbewerb durch steigende Nachwuchszahlen verliert die Disziplin zunehmend an Wertigkeit, Exklusivität und auch Profilschärfe.

Das Grundverständnis von Design umfasst seit jeher die Entwicklung funktionsfähiger, wahrnehmungsorientierter Lösungen auf Basis real existierender Bedürfnisse, die durch unsere Umwelt gestellt und geformt werden. Welche neuen Chancen ergeben sich durch gesellschaftliche Zukunftstrends? Und wie werden sich die Rolle, die Kompetenzen und die Arbeit eines Designers verändern?

In ihrer Masterthesis haben sich Annika Schnippering und Anna-Lena Rauch mit den Zukunftsperspektiven der Designdisziplin auseinandergesetzt und dabei die Onlineplattform ReForm Future entwickelt – eine Initiative, die sich mit den großen gesellschaftlichen Herausforderungen von Morgen auseinandersetzt und dabei die Relevanz von Design als Partner für die Lösung von Zukunftsfragen verdeutlicht.

Anna-Lena Rauch und Annika Schnippering haben im Juli 2018 mit „ReForm Future“ ihren Master – Information und Kommunikation an der msd – Münster School of Design absolviert.

Annika Schnippering arbeitet seit über 7 Jahren als Kommunikationsdesignerin mit Schwerpunkt in den Bereichen Branding, Corporate Communication und Interaction Design.

Anna-Lena Rauch arbeitet ebenfalls als Kommunikationsdesignerin mit Leidenschaft für ganzheitliche Konzepte. Als ehemalige wissenschaftliche Hilfskraft im CCI unter der Leitung von Prof. Gisela Grosse sammelte Sie umfangreiche Erfahrungen im Bereich Corporate Communication. Zuletzt übernahm Sie eine selbständige Tätigkeit als Artdirector für das »Y-Kompendium – Reporting« von Papyrus Deutschland.

100. Nadja Kothe:
Zukunft des Design(-Berufs)

100. Nadja Kothe: <br />Zukunft des Design(-Berufs)

Zum kleinen Zwischenjubiläum haben wir Nadja Kothe eingeladen. Sie hielt den allerersten Vortrag und auch den zu unserem 5jährigen Jubiläum. Sie widmet sich diesmal der spannenden Frage nach der „Zukunft des Design: Berufung Beruf, Berufsbild“. Die Frage beschäftigt sicherlich viele und verspricht eine interessante Diskussion.

„Zukunft des Designs: Berufung Beruf, Berufsbild“

Der Beruf des Designers ist für viele ein Traum. Wir wollen eine bessere Welt für die Zukunft erschaffen. Dass dabei oft das Herz eine größere Rolle spielt als das Geld verdienen, wird für einige zum Problem. Designer und ihre Arbeiten werden schlecht bezahlt, viele leben am Rand des Existenzminimums. Nadja Kothe begibt sich in ihrem Vortrag auf die Suche, warum das so ist und wie sich das Berufsbild in Zukunft verändern könnte, damit der Beruf nicht nur liebens- sondern auch lebenswert ist.

Nadja Kothe ist Typografin und Designerin visuelle Kommunikation (MA). Sie durchwanderte in ihrem Berufsleben die Schritte von der angestellten Gestalterin zur selbstständigen Designerin und arbeitet mittlerweile als Beraterin für Gestaltung von Prozessen und Kommunikation mit dem Schwerpunkt „Nutzerzentriertes Design“ Sie berät Firmen und Institutionen und war 2017 bei den G20-Konferenzen zum Thema „Zukunft Digitalisierung“ für Deutschland beratend dabei. Für ihre Arbeiten wurde sie mehrfach national und international ausgezeichnet. Nadja Kothe ist 42 Jahre alt, verheiratet, hat einen Sohn und lebt in Marl.

http://www.nadja-kothe.de

83. Albert Bartel:
Pro bono – Ehrenamt(lich) gestalten

83. Albert Bartel: <br />Pro bono – Ehrenamt(lich) gestalten

Viele Designer arbeiten ab und zu pro bono für einen gemeinnützigen Verein. Manchmal läuft alles super und beide Seiten profitieren. Manchmal aber treten Probleme auf, der Auftraggeber fühlt sich nicht richtig wahrgenommen, der Designer nicht wertgeschätzt. Und wie ist das mit der Spendenquittung?

Albert Bartel wirft einen Blick auf das Thema Pro bono und daraus resultierende Fragen. Neben seiner Arbeit für den Verein „Zartbitter Münster“ stellt er weitere Projekte vor: „A runde Sach“ aus München und die Engagement-Plattform Youvo. Bleibt noch Zeit, diskutieren wir, wie man das Ehrenamt gestalten und weiterentwickeln kann. Eine Aussicht auf weitere, größere Projekte bildet den Abschluss.

Albert Bartel, 1970 in Masuren geboren, ist seit 25 Jahren in der Kreativbranche und hat an der FH Münster Visuelle Kommunikation studiert. Im Jahr 2000 folgte gleich nach dem Diplom die Selbständigkeit mit dem Büro echtwert.de/sign, das neben Kommunikationsdesign für Unternehmen viele Geschenkbücher und Lernmedien für Verlage entwickelt. Er hat eine erwachsene Tochter in HH und eine Katze. Albert Bartel ist Gründungsmitglied mit Mitveranstalter des DesignForum Münster, aktives Mitglied im BDG und Mitglied bei Bild-Kunst. Und dies ist sein erster Vortrag ever.

74. Gruppe Kurt:
Wir machen Oberbürgermeister – sind wir jetzt politisch?

74. Gruppe Kurt: <br />Wir machen Oberbürgermeister – sind wir jetzt politisch?

Ein Zusammenschluss dreier Kreativer aus Wuppertal (Dorothea Schwabe, Kommunikationsdesignerin BDG, adby kommunikation, Wolf-Nicolas Henkels, media Nova GmbH, Jens Grossmann, Kommunikationsdesigner + Fotograf) macht erfolgreich Wahlkampf.

https://www.facebook.com/GRUPPE-KURT-750875938343807/

69. Prof. Franziska Loh:
Grafik-Design – eine Frage der Haltung (Diskussion)

69. Prof. Franziska Loh: <br />Grafik-Design – eine Frage der Haltung (Diskussion)

Wie steht es mit meiner Verantwortung als Grafik-Designer? Wo kann ich Einfluss nehmen und wo nicht? Im Frühjahr hat Franziska Loh für Ihre Dissertation eine Umfrage unter Designern durchgeführt und sie zu ihrer Haltung dazu befragt. Wir freuen uns auf eine lebhafte Diskussion!