86. Valentin Krayl und Markus Köninger:
Wir sind Wunderfitz
// Till Lennecke:
Münster – ein illustrierter Spaziergang

86. Valentin Krayl und Markus Köninger: <br />Wir sind Wunderfitz <br />// Till Lennecke: <br />Münster – ein illustrierter Spaziergang <br />

Der Illustrator Till Lenecke, frisch an der FH Muenster / FB Design mit Bachelor abgeschlossen, stellt sich und sein Werk „Münster – Ein illustrierter Spaziergang“ vor.

www.lenecke-zeichnet.de

Im Anschluss als Hauptact: Wir sind Wunderfitz // Valentin Krayl & Co

Comics & Co

Wunderfitz ist ein Kollektiv von Comicschaffenden, das Geschichten mit Bildern erzählt. Das Wort Wunderfitz ist übrigens aus dem süddeutschen Raum geliehen und bedeutet soviel wie Neugier. Gleich mit dem ersten Comic-Magazin gewann Wunderfitz den Max-und-Moritz-Preis beim „Comic Salon“ in Erlangen.

Die beiden Wunderfitze Valentin Krayl (Hrsg.) und Markus Köninger lernten sich während ihrer gemeinsamen Studienzeit in Mannheim kennen. Heute leben und arbeiten beide als freie Designer und Illustratoren in Münster bzw. Köln und absolvieren ihre Masterarbeiten, mit Schwerpunkt Illustration, an der Münster School of Design.

wirsindwunderfitz.de

82. Gisela Grosse:
Visuell berichten – Eine Studie zum Potenzial der Gestaltung in Geschäftsberichten

82. Gisela Grosse:<br /> Visuell berichten – Eine Studie zum Potenzial der Gestaltung in Geschäftsberichten

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Prof. Gisela Grosse stellt ihr vor kurzem gemeinsam mit Alena Voelzkow und Katharina Ripperda veröffentlichtes Buch „Visuell berichten – Eine Studie zum Potenzial der Gestaltung von Geschäftsberichten“ vor.

Die Frage, ob ein gut gestalteter Geschäftsbericht tatsächlich zu einer besseren Bewertung des Unternehmens durch Analysten führt, kann von den Autorinnen eindeutig mit ‚Ja‘ beantwortet werden. Sie legten Finanzanalysten nach Methoden der sozialempirischen Forschung in einem experimentellen Versuchsaufbau inhaltlich identische Geschäftsberichte vor, die gut und schlecht gestaltet waren. Die Analysten arbeiteten mit den Berichten und beantworteten Fragen, woraus die Autorinnen die Wirkung der Gestaltung ableiten können. Die empirische Forschung zeigt, dass die Analysten durch visuelle Anreize beeinflussbar sind. Eine gute Gestaltung verbessert die Beurteilung der Inhalte, vermittelt einen positiveren Eindruck vom Unternehmen und trägt zur Vertrauensbildung bei.

Prof. Gisela Grosse ist Professorin für Corporate Identity, Unternehmens- und Finanzkommunikation in Münster. Sie leitet das Corporate Communication Institute (CCI).

cci.fh-muenster.de

76. Florian Pfeffer:
To-do – Die neue Rolle der Gestaltung in einer veränderten Welt: Strategien | Werkzeuge | Geschäftsmodelle

76. Florian Pfeffer: <br />To-do – Die neue Rolle der Gestaltung in einer veränderten Welt: Strategien | Werkzeuge | Geschäftsmodelle

In seinem Buch beschreibt Florian Pfeffer anhand von Alltagsphänomenen und konkreten Beispielen die neue Rolle der Gestaltung in einer veränderten Welt. Gestalter fordern heute bestehende Strukturen heraus, sie suchen neue Antworten und überschreiten die Grenzen der Disziplin. Mit oder ohne Auftrag »adoptieren« sie Themen, die relevant sind und geben dem Design damit gesellschaftlich eine neue Bedeutung. Florian Pfeffer präsentiert und analysiert 99 richtungweisende Beispiele dieses neuen Designverständnisses. Er destilliert daraus Meta-Themen. Und gibt Ihnen einen Kompass an die Hand, mit dessen Hilfe Sie neues Terrain erschließen und Ihre Rolle als Designer vielleicht neu definieren werden! »If the future is a perspective we should start designing it now.« Adrian Frutiger

Florian Pfeffer ist Gestalter, Autor, Kurator und Hochschullehrer. Er ist Gründer des Designbüros one/one in Berlin, Bremen und Amsterdam.

www.oneone-studio.com/

 

61. Prof. Dirk Fütterer, Clarissa Becker, Arne Vogt:
Die Bielefelder Bibel

61. Prof. Dirk Fütterer, Clarissa Becker, Arne Vogt:<br />Die Bielefelder Bibel

Um der spirituellen und kulturellen, sowie der narrativen und emotionalen Dimension der Texte wieder gerecht zu werden, arbeitet ein Forscherteam an der Fachhochschule Bielefeld seit 2009 an einer lesefreundlichen Bibel-Ausgabe. Gemeinsam mit über 65 Studierenden realisiert Professor Dirk Fütterer das Forschungsprojekt „Bielefelder Bibel“. Dabei handelt es sich um eine typografisch-gestalterische Neu-Interpretation auf Grundlage neuester Erkenntnisse der Bibelforschung und -deutung.

Zunächst werden die Bibeltexte entsprechend ihres historischen Ursprungs, Inhalts, sowie ihrer Struktur und Tonalität verschiedenen literarischen Kategorien zugeordnet. Hierzu zählen Prolog, Liebeslied, Hymnus, Paradoxon, Monolog, Dialog, Rätsel, Ellipse, Gebet, Gleichnis, Parabel, Gedicht, Brief und Geschichtsschreibung. Entsprechend ihrer gattungstypischen Zuordnung, sollen die einzelnen Textarten mit dem Inhalt angemessenen typografischen Mitteln neu interpretiert werden. Durch verschiedene Schnitte einer großen Schriftfamilie und sparsame Verwendung grafischer Elemente lässt sich eine bessere Lesbarkeit und ein besseres Textverständnis erreichen. Durch eine deutliche Gliederung und klare Strukturierung werden abschreckende Bleiwüsten abgeschafft. Die Texte erhalten durch die Neugestaltung ihre sinnliche und emotionale Ebene zurück.

Die einzelnen Bücher, Schriften und Textsammlungen des „Buchs der Bücher“ werden individuell gestaltet, so dass jedes in seiner Eigenart hervortreten und wirken kann. Die Vielfalt der Gestaltung ist jedoch aufeinander abgestimmt und unterstreicht somit die verwandtschaftlichen Beziehungen zwischen den Bibeltexten. Die feinen Nuancen und die bisher verdeckten psychologischen Dimensionen der Niederschriften sollen offengelegt und Leserinnen und Lesern auf diese Weise ein neuer Zugang zur Bibel ermöglicht werden. So lässt sich die „Bielefelder Bibel“ als eine Bibliothek an Büchern entdecken, in denen man gerne liest.

Vortragende
Prof. Dirk Fütterer, Leiter Institut für Buchgestaltung
Clarissa Becker, MA Studierende
Arne Vogt, MA Studierender

59. Georg Obermayer:
Agiles Publishing

59. Georg Obermayer:<br />Agiles Publishing

Unsere Zeit schreit nach Veränderung: Nach wie vor arbeiten wir in der Entwicklung von Kommunikationsprodukten mit linearen Prozessen. Dabei passen diese nur wenig zum Verhalten heutiger Medien und zur extremen Marktdynamik. Es ist Zeit etwas tun! Wir brauchen andere Arbeitsweisen, um die Dynamik um uns herum und in unseren Medien vorwegzunehmen. Die innovativsten Branchen machen es vor: Sie haben etablierte Prozessmodelle wie Scrum, die auf dem Konzept der Agilität beruhen und darauf ausgerichtet sind, mit der großen Geschwindigkeit am Markt Schritt zu halten. Lasst uns von den anderen lernen!

Im Vortrag wird anhand vieler praktischer Beispiele erklärt, wie Agilität bei Ihnen Realität werden kann. So werden organisatorische Ideen diskutiert und Prozessmodelle beschrieben. Das praktische Handwerkszeug agilen Publishings wird sichtbar und mit kreativen und technologischen Mitteln ausgestaltet. Das Ergebnis ist nicht nur mehr Spaß an der (Zusammen)Arbeit, es entstehen auch fast automatisch crossmediale Vernetzung und Storytelling – die entschiedenen Zutaten für erfolgreiche Kommunikation. Ein inspirierender Vortrag mit vielen neuen, herausfordernden Gedanken!

Georg Obermayr ist Co-Autor des Buches „Agiles Publishing“ – laut Jürgen Siebert „vielleicht das wichtigste Buch des Jahres für (Print-)Mediendesigner“. Das Buch beschreibt wie mit einer agilen Form der Medienproduktion die User Experience und das Storytelling ins Zentrum rücken. Als Leiter Crossmedia Produktion in einer bayrischen Werbeagentur konzipiert und realisiert Georg Obermayr integriertes Publishing in digitalen und gedruckten Medien. Er publiziert in verschiedenen Fachpublikationen, berät bei Digital-Publishing-Projekten und arbeitet im Schweizer Verein PDFX-ready an Industriestandards mit.

www.agile-publishing.de

56. Jakob Maser:
Unternehmenstypen im Kommunikationsdesign – Das Bestiarium

56. Jakob Maser:<br />Unternehmenstypen im Kommunikationsdesign – Das Bestiarium

Designer und „Kreative“ sind aus Sicht von Auftraggebern eine sehr seltsame Spezies. Obwohl es große Unterschiede im Aufritt und Verhalten gibt, scheinen sie doch alle – mehr oder weniger – das Gleiche zu machen: „Irgendwas mit Medien“. Merkwürdiges Kauderwelsch und unerklärliche Verhaltensweisen erschweren die Kommunikation, Missverständnisse gehören daher zum Alltag. „Das Bestiarium“ will ein bisschen Licht ins Dunkel des Designerdschungels bringen: Mit einem Augenzwinkern und Illustrationen des münsteraner Karikaturisten Frank Hoppmann stellt es 12 ½ Unternehmenstypen mit ihren jeweiligen Stärken und Schwächen, Chancen und Risiken vor. Erschienen im Werkstoff Verlag.

Jakob Maser, Jahrgang ’73, arbeitet als Berater bei Heithoff Identity, einer Agentur mit dem Schwerpunkt Unternehmenskommunikation. Er kennt die Designbranche aus der Perspektive des Freelancers für Unternehmen und Agenturen, als Mitinhaber eines Designbüros sowie durch Lehrtätigkeiten in den Bereichen Corporate Design, Marketing und Projektmanagement. Er lebt mit Freundin, Hund und 10.000 Schallplatten in Münster.

www.jakobmaser.com

37. Alexander Negrelli:
Kommando Otl Aicher

37. Alexander Negrelli:<br />Kommando Otl Aicher

Ein Buch über das Erscheinungsbild der Olympischen Spiele 1972, über Terroristen, ihr Design, über Krieg, Goldmedaillen, Filme, Turnschuhe, Politik, Landkarten, Architektur, Logos, Piktogramme und bunte Hunde. Und über Otl Aicher.

Kommando Otl Aicher wurde mit dem UdK-Preis für interdisziplinäre Kunst und Wissenschaft ausgezeichnet.

Alexander Negrelli, *1968, Gestalter und Autor in Berlin, D. Er schreibt regelmäßig über Design, u.a. bei Slanted oder in der ZEIT. Kommando Otl Aicher ist das Produkt eines Stipendiums an der Jan Van Eyck Academie in Maastricht, NL.

www.negrelli.de

29. Thilo von Debschitz:
Fritz Kahn – Maschine Mensch

Per Zufall stieß Thilo von Debschitz auf eine Abbildung aus Büchern des vergessenen Schriftstellers Dr. Fritz Kahn (1888–1968) und musste überrascht feststellen, dass er mit dessen Sohn in den USA schon seit über zwanzig Jahren befreundet ist – ohne, dass man über den Vater jemals gesprochen hätte. Gemeinsam mit seiner Schwester Uta, die sich ebenfalls vom Kahn-Virus infizieren ließ, begab sich Thilo von Debschitz auf eine abenteuerliche Spurensuche; diese führte die Geschwister an ihre Grenzen und gipfelte im prachtvollen Bildband »Fritz Kahn – Man Machine / Maschine Mensch«.

Die Wiederentdeckung Kahns, dessen Bücher von den Nationalsozialisten verbrannt wurden, stieß in der internationalen Designszene auf große Beachtung. In Münster wird Thilo von Debschitz über sein bislang persönlichstes Projekt berichten und Highlights aus dem Bilderschatz des Dr. Fritz Kahn zeigen – als Informationsdesign der ersten Stunde faszinieren und inspirieren sie bis heute. Dies beweist der Wiesbadener mit kuriosen Fundstücken, die mit den Arbeiten Fritz Kahns in Verbindung stehen.

Thilo von Debschitz (45) ist Grafikdesigner und Inhaber der vielfach ausgezeichneten Agentur Q in Wiesbaden.

www.fritz-kahn.com

www.q-gmbh.de

27. Robert Nippoldt:
Wie man als mittelmäßiger Zeichner und unerfahrener Grafiker das schönste Buch Deutschlands macht

Ein Vortrag über das Büchermachen: Robert Nippoldt gewährt Einblick in die Entstehung seiner Bücher. Von der Recherche und Autorensuche, über Konzept und Storyboard, bis hin zu Illustrationen, Informationsgrafiken und Typografie.

Robert Nippoldt wurde 1977 in Kranenburg am Niederrhein geboren, studierte Grafik und Illustration an der Fachhochschule Münster und arbeitet nun als freiberuflicher Zeichner und Gestalter. Bekannt wurde er durch seine vielfach ausgezeichneten Bücher „Gangster“, „Jazz“ und „Hollywood“ über das Amerika der 20er und 30er Jahre.

Auf der Frankfurter Buchmesse wurde „Jazz“ von der Stiftung Buchkunst zum „schönsten deutschen Buch 2007“ gekürt. Sein Atelier befindet sich am alten Güterbahnhof von Münster. Mit seinen tollkühnen Buchprojekten lehrt er sich und seine Verleger das Fürchten.

www.nippoldt.de

24. Jakob Schneider:
This is Service Design Thinking

Die Gestaltung von Produkten, landläufig Design genannt, ist ein wertschöpfender Prozess – eine Dienstleistungsgesellschaft verlangt diese Wertschöpfung naturgemäß auch für Dienstleistungssysteme. Ein Beispiel für eine gelungene Produkt–Service Kombination ist etwa der Apple iPod, bei dem nicht nur das Produkt selbst, sondern auch das Service-System iTunes gestaltet wurde. Aber auch klassische Dienstleistungseinrichtungen wie zum Beispiel Krankenhäuser stellen ein typisches Tätigkeitsfeld dar.

In seiner ausgezeichneten Diplomarbeit hat sich Jakob Schneider gemeinsam mit dem Diplom-Kaufmann Marc Stickdorn mit diesem neuen Tätigkeitsfeld befasst. Ergebnis ist das Buch „This is Service Design Thinking“, das im Amsterdamer Verlag „BIS Publishers“ erschienen ist.

Jakob Schneider ist als Designer seit 2006 selbstständig für verschiedene Auftraggeber tätig, von kleinen Kulturinstitutionen bis zu großen Handelsunternehmen. Die Prozesse und Mechanismen hinter den Dingen haben ihn schon immer fasziniert. Daher trennt er in seiner Arbeit nicht zwischen Informations- und Markendesign und leidet – Designer von ganzem Herzen – wenn Konzepte durch zu viele Kompromisse verwässert werden. Neben eigenen Projekten sammelte er erste Berufserfahrungen bei MetaDesign in Berlin. Zurzeit arbeitet er in einem Kölner Designbüro.

www.thisisservicedesignthinking.com

8. Mariko Takagi:
Japanische Typografie zwischen Bild und Informationsträger

8. Mariko Takagi:<br />Japanische Typografie zwischen Bild und Informationsträger

»Japan hat ihn (Roland Barthes) in die Situation der Schrift versetzt.«
Barthes gab seiner Publikation (1970), aber auch Japan, den Titel: »Das Reich der Zeichen«.

Ist es Barthes Schwärmerei für eine exotische Kultur? Inwiefern trifft diese Bezeichnung auf das heutige hoch technologisierte Land zu? In keiner andere Kultur dieser Welt werden vier Schriftsysteme in der Darstellung einer Sprache verwendet. Der japanische Gestalter kann aus einem großen Schrift-­Fundus schöpfen. Diese Viel­falt spiegelt sich in den phantasievollen und vielseitigen typografischen Ausdrucksmöglichkeiten wieder. Beginnend mit einer Einführung in die vier Schriftsys­teme, wird Mariko Takagi alte und neue typografische Arbeiten japanischer Grafikdesigner vorstellen.

Mariko Takagi (* 1975), verbrachte ihre ersten neun Schuljahre an der japanischen Internationalen Schule in Düsseldorf. 2001 schloss sie ihr Grafikdesign-­Stu­dium an der FH Münster ab. Seit 2001 arbeitet sie als selbstständige Grafik­-Designerin. Besonders interessieren sie Projekte, bei denen sie sich maßgeblich an der Entwicklung der Inhalte beteiligen kann. Ihren ersten Lehrauftrag erhielt sie 2002 an der FH Münster, 2006 war sie ein Semester an der FH Mainz und vermittelte dort Grundlagen der Gestaltung. Seit 2007 lehrt sie an der FH Düsseldorf und am Institut für Musik und Medien der Robert Schumann Hochschule. Ein dritter Bereich ihrer Arbeit sind freie Buchprojekte, die mehr­fach prämiert wurden, u. a. von der Stiftung Buchkunst, dem ADC, TDC, red dot und iF Design. Bisher hat Mariko Takagi vier Bücher zu japanischer Thematik publiziert. Diese Kultur ist ihr sehr vertraut und so interessiert sie sich – in der Rolle einer Vermittlerin zwi­schen zwei Kulturen – für die Aufbereitung japanischer Themen für deutsche Leser.

www.mikan.de

www.takagi.de