8. Mariko Takagi:
Japanische Typografie zwischen Bild und Informationsträger

8. Mariko Takagi:<br />Japanische Typografie zwischen Bild und Informationsträger

»Japan hat ihn (Roland Barthes) in die Situation der Schrift versetzt.«
Barthes gab seiner Publikation (1970), aber auch Japan, den Titel: »Das Reich der Zeichen«.

Ist es Barthes Schwärmerei für eine exotische Kultur? Inwiefern trifft diese Bezeichnung auf das heutige hoch technologisierte Land zu? In keiner andere Kultur dieser Welt werden vier Schriftsysteme in der Darstellung einer Sprache verwendet. Der japanische Gestalter kann aus einem großen Schrift-­Fundus schöpfen. Diese Viel­falt spiegelt sich in den phantasievollen und vielseitigen typografischen Ausdrucksmöglichkeiten wieder. Beginnend mit einer Einführung in die vier Schriftsys­teme, wird Mariko Takagi alte und neue typografische Arbeiten japanischer Grafikdesigner vorstellen.

Mariko Takagi (* 1975), verbrachte ihre ersten neun Schuljahre an der japanischen Internationalen Schule in Düsseldorf. 2001 schloss sie ihr Grafikdesign-­Stu­dium an der FH Münster ab. Seit 2001 arbeitet sie als selbstständige Grafik­-Designerin. Besonders interessieren sie Projekte, bei denen sie sich maßgeblich an der Entwicklung der Inhalte beteiligen kann. Ihren ersten Lehrauftrag erhielt sie 2002 an der FH Münster, 2006 war sie ein Semester an der FH Mainz und vermittelte dort Grundlagen der Gestaltung. Seit 2007 lehrt sie an der FH Düsseldorf und am Institut für Musik und Medien der Robert Schumann Hochschule. Ein dritter Bereich ihrer Arbeit sind freie Buchprojekte, die mehr­fach prämiert wurden, u. a. von der Stiftung Buchkunst, dem ADC, TDC, red dot und iF Design. Bisher hat Mariko Takagi vier Bücher zu japanischer Thematik publiziert. Diese Kultur ist ihr sehr vertraut und so interessiert sie sich – in der Rolle einer Vermittlerin zwi­schen zwei Kulturen – für die Aufbereitung japanischer Themen für deutsche Leser.

www.mikan.de

www.takagi.de