20. Mik Schulz:
Design in Office-Software

Ein Briefbogen als Dokumentvorlage, geht das? Ohne Zweifel: Word, Excel, PowerPoint, das ganze OpenOffice-Paket oder auch iWorks, in aktuellen Kommunikationsumgebungen sind diese Tools unverzichtbar. Als Designer haben wir gelernt: ein Corporate Design soll sich in jedem Kommunikationsprozess manifestieren, durch alle Medien ziehen. Wie also geht der Designer mit Office-Software um und was sollte der klassische Office-User wissen um Rechnungen, Briefe und Präsentationen auch unter ästhetischen und kommunikationsfördernden Gesichtspunkten zu erstellen? Thema des Vortrags sind dabei nicht die Office-Tools in all ihrer technischen Funktionalität. Es geht darum Hemmschwellen abzubauen, für die unterschiedlichen Programmansätze zu sensibilisieren und Gestaltungsmöglichkeiten aufzuzeigen.

Zielgruppe sind einerseits Designer die für ihre Kunden Geschäftsausstattungssysteme gestalten und dabei berücksichtigen, dass ein gut gestalteter Briefbogen niemals ohne Inhalt kommuniziert. Andererseits Office-User die wissen, dass der Inhalt von Kommunikation („was sage ich“) nicht von der Form („wie sage ich es“) zu trennen ist. Das Anschreiben, Rechnungsformulare, Businesspläne oder auch eine Monitorpräsentation dem CD entsprechen, sollte unser aller Ziel sein. Wieviel virtuelle Gestaltung ist dabei „Muss“ und wieweit kann man gehen ohne gestalterische Mindestansprüche zu vergewaltigen?

Mik Schulz (Jahrgang 1963) startete nach Studium an der FH Dortmund 1991 als klassischer Grafik-Designer in einer Werbeagentur und war maßgeblich für den Aufbau der DTP-Abteilung verantwortlich. Seit 2002 ist er kreativer (Konzeption, Layout, Illustration) wie technischer (Satz, Reinzeichnung, Druckvorstufe, Software-Schulung) Ansprechpartner für Verlage, Agenturen und eigene Kunden. Im Bereich Corporate Design geht seine Dienstleistung bis zur Implementierung in Office- und Spezial-Softwares (zum Beispiel Praxisverwaltungstools). 2006 organisierte er die Ausstellungsreihe „Design-von-hier“ der AGD Regionalgruppe Dortmund/Ruhr. Seit 2007 ist er im Sprecherteam der AGD Regionalgruppe Dortmund/Ruhr und Mitinitiator und -organisator des „Langen Donnerstag“, einer Reihe von Infoveranstaltung (nicht nur) für Kommunikationsdesigner. 2010 war er Projektautor und Mitorganisator von „Ruhrpost.2010“, die Kreativkampagne der AGD im Rahmen des Kulturhauptstadtjahres.

www.mikschulz.de