13. Kristina Schneider:
Neue Arbeitsformen für Designer

Coworking, Digitale Bohème und Neues Arbeiten – Was steckt hinter den Schlagworten? Konzepte nur für Blogger oder auch alltagstauglich für Kreative? Wie mobiles, projektorientiertes und vernetztes Arbeiten für Designer funktionieren kann, was Coworking damit zu tun hat und welche Qualifikatio­nen für einen Berufsstart jenseits des Strebens nach Festanstellung nötig sind.

Kristina Schneider, Jg. 1983, arbeitet seit 2008 als freie Konzepterin und Webdesignerin in Berlin. Arbeitsplatz ihrer Wahl ist ein Berliner Coworking Space, in dem sich ein ständig wachsendes Netzwerk aus Kreativen, Programmierern und Textern zusammenfindet. Zuvor hat sie in Münster und Zürich Kommunikationswissenschaft, Kunstgeschichte und Germanistik studiert und ein Volontariat in der Öffentlichkeitsarbeit von Skulptur Projekte Münster absolviert.

www.kristinaschneider.com

  • 30. Juli 2014 um 17:06
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    „Werte werden nicht mehr in klassischen Büros geschaffen. Wertschöpfung findet statt an unterschiedlichen Orten, zu unterschiedlichen Zeiten, in wechselnden Teamkonstellationen und ohne Festanstellung.“

    Nachdem Jakob einige interessante Termine vorgestellt hatte, stellte den über 20 Besuchern des DesignerTreffs den Begriff des Coworking vor sowie die Szene in Berlin, die sich darum entwickelt hat. Unter Coworking versteht man eine Neue Arbeitsform für Freiberufler, Berufseinsteiger, kleine Startups und alle die nicht zu Hause arbeiten wollen und nicht auf eine umfangreiche Büroausstattung angewiesen sind. Mit Coworking Space stehen Räumlichkeiten mit Arbeitsplätzen und Infrastruktur (Strom, WLAN, Drucker, Scanner, Fax, Besprechungsräume) zur Verfügung, die flexibel per Tages-, Wochen- oder Monatsticket gemietet werden können. Eignet sich folglich für bestimmte Berufe mit geringem Büroequipment (Laptop, Aktentasche, Block, Stifte).

    Durch die flexibele Nutzung nur nach Bedarf halten sich die Kosten im Rahmen (Tagesticket ab ca. 12 Euro, Monatstickets mit Rabatt), gleichzeitig hat man durch die Nähe zu anderen Mietern die Möglichkeit des Austausches und Netzwerkens, ähnlich wie in Büro- oder Ateliergemeinschaften. Gleichzeitig bedeutet es aber auch einen höheren Lärmpegel und fehlende Abgegrenztheit.

    Sehr interessant: die Möglichkeit, zum Arbeiten ins Ausland zu gehen: tagsüber arbeiten, abends Urlaub. Denn Coworking gibt es weltweit.

    In diese Richtung gingen nach dem erleuchtenden und strukturierten Vortrag von Kristina auch die ersten Fragen. Wird man nicht zu sehr abgelenkt? Wie ist es wenn alle telefonieren? Was ist mit größeren Geräten wie Monitore? Inwieweit muss man Konkurrenz fürchten?
    Alles interssante Fragen, die zu einer regen Diskussion geführt haben.

    Hier noch einige Links zum Thema:

    Begriffserklärung auf Wikipedia:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Coworking

    Verzeichnis von Coworking Spaces in Deutschland:
    http://coworking.de

    Das von Kristina vorgestellte BetaHaus:
    http://betahaus.de

    Co.Up – das Coworking Space, in dem Kristina arbeitet:
    http://co-up.de

    Internetseite von Kristina Scheider:
    http://kristinaschneider.com

    Coworking in Münster:
    http://www.coworking-muenster.de/

    Video Co.up:
    co.up coworking space documentary from Alexander Lang on Vimeo.

    Video Digitale Nomaden:
    Digital Nomaden from 2470media on Vimeo.